Paragliding Alpen: Die schönsten Fluggebiete und Tipps für Gleitschirmflieger

1. März 2026 - HolidayTrex

Das Zauberwort heißt Paragliding. Zumindest für Aktivurlauber, die ihren Traum vom Fliegen in den Alpen ausleben wollen. Denn von den sanften Grashügeln der Voralpen bis zu den vergletscherten Gipfeln der Viertausender wartet hier am Himmel über Europas größtem Hochgebirge eine echte „Flugarena”! Beim Gleitschirmfliegen können sie die alpine Geografie aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Zudem ist eine Kombination aus technischer Präzision und meteorologischem Verständnis von den Piloten gefordert. Was Paragliding in den Alpen sonst noch so besonders macht und welche Tipps beachtet werden müssen, zeigt HolidayTrex.

Nirgendwo können Aktivurlauber dem Himmel so nah sein und den Traum vom Fliegen genießen, wie beim Paragliding in den Alpen.


Paragliding in den Alpen: Überblick und Faszination

Die Alpen sind ein einzigartiger Spielplatz für Paragliding-Fans. Durch die Höhe der Berge und die besonderen klimatischen Bedingungen finden sie in Europas größtem Hochgebirge viele Möglichkeiten zum Fliegen. Und während Paragliding für Einsteiger eher ein erster, intensiver Zugang zur Natur und zu ihren physikalischen Kräften ist, nutzen erfahrene Piloten die Alpen als anspruchsvolles Trainingsgebiet, um ihre Technik und ihr Wetterverständnis weiterzuentwickeln.

Was macht die Alpen zum Paragliding-Paradies?

Dank ihrer besonderen Topografie und Meteorologie sind die Alpen ideal für Paragliding. Denn die großen Höhenunterschiede zwischen Gipfeln und Tälern liefern hier die nötige Windenergie für lange Gleitflüge. So können dabei oft einfach mehr als 1.000 Höhenmeter überwunden werden, was allein durch die Schwerkraft eine Flugzeit von 15 bis 25 Minuten ermöglicht.

Ein weiteres Plus für die Alpen in Sachen Paragliding, ist zudem die starke Thermik, da unterschiedlich erwärmte Felswände und Almwiesen aufsteigende Warmluft erzeugen, die die Piloten perfekt nutzen können, um Höhe zu gewinnen. Und das teils weit über den Startplatz hinaus, was sogar stundenlange Streckenflüge möglich macht. Das geht hier von vielen Startplätzen aus, die bequem per Bergbahn erreichbar sind. Im Zillertal etwa führt eine Seilbahn in bis zu 3.250 m Höhe zum Hintertuxer Gletscher, wo dann schneesichere und thermisch spannende Bedingungen warten. Ein Traum sind auch die Panoramen, die Paraglider aus der Luft genießen können, etwa auf Seen wie dem Achensee oder dem Königssee.

Die besten Paragliding-Regionen in den Alpen

Paragliding in Österreich

Österreich gilt als Hotspot, wenn es um Gleitschirmfliegen in Europa geht. Erste Anlaufstation ist dabei wie so oft in Bezug auf Outdoorsportarten Tirol. Dank vieler vorhandener Flugschulen und hervorragend, meist durch Sommerbergbahnen erschlossener Startplätze, ist das Bundesland hier eine absolute Top-Destination. So geht es etwa mit den Bergbahnen im Zillertal hoch auf bis zu 3.250 m Höhe, während im Tal Orte wie Mayrhofen und Zell am Ziller ideale Basislager sind. In der Gleitschirm-Community ist hier gerade der Penken (2.095 m) extrem beliebt und so war der Gipfel nicht umsonst bereits mehrfach der Austragungsort des Paragliding World Cup.

Neben dem Zillertal, kann in Tirol aber auch das Stubaital noch bei Paragliding-Fans punkten – und das mit hochalpinem Terrain. Schließlich geht es hier auf dem Stubaier Gletscher bis auf 3.210 m Höhe, und außerdem sind dort auch Flugschulen zu Hause, die Kurse für Anfänger und erfahrene Aktivurlauber anbieten. Weitere Regionen, die Thermikjäger bei einem Gleitschirm-Abenteuer dort nicht verpassen sollten, sind Serfaus-Fiss-Ladis und das Schönjoch (2.491) in Samnaun, das sich besonders früh in der Saison für Flüge eignet.


Bitte beachten Sie zudem, dass durch die Nutzung unserer Dienste und der Einbindung der YouTube API Services die YouTube Terms of Service sowie die YouTube API Services Terms gelten und Ihre Nutzung unserer Website als Zustimmung zu diesen Bedingungen betrachtet wird.

Doch damit hat Österreich beim Paragliding noch nicht genug. Denn etwas weiter östlich in der Alpenrepublik wartet natürlich auch noch das Salzburger Land, etwa mit Zell am See, auf Gleitschirmfreunde aus der ganzen Welt. So eröffnet sich hier bei Starts von der Schmittenhöhe (1.965 m) aus, etwa ein atemberaubender Blick auf den Zeller See. Ansonsten ziehen in der Alpenrepublik auch Regionen wie Kärnten mit Gerlitzen und der Emberger Alm Gleitschirmflieger an, da das mediterrane Klima dort gerade im Frühling und Sommer für viele flugtaugliche Tage sorgt. Insgesamt punktet Österreich für Paraglider also mit einer einzigartigen Kombination aus hochalpiner Landschaft, verlässlicher Thermik und exzellenter Infrastruktur.

→ Alpen-Auszeit planen und die besten Österreich-Angebote bei HolidayTrex finden

Paragliding in der Schweiz

Wenn es um Paragliding in der Schweiz geht, dann sind einzigartige Flugerlebnisse im Sommer dort natürlich immer auch vor majestätischen Gipfeln und über türkisfarbenen Seen möglich. Dabei gilt Interlaken, eingebettet zwischen Thuner- und Brienzersee, als Zentrum für Tandemflüge in den Alpen. Los geht es hier etwa von Startplätzen wie dem Beatenberg (1.155 m) direkt vor der spektakulären Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau.

Dazu war das Wallis schon immer ein Paradies für Hochalpinisten, und so ist es hier auch kein Wunder, dass etwa in Zermatt Paragliding vor dem ikonischen Matterhorn, einem der höchsten Berge der Alpen, möglich ist. Dabei ist gerade der Start aus der Skiregion Matterhorn Glacier Paradise auf 3.850 m und damit dem höchsten Gleitschirm-Startplatz Europas besonders eindrucksvoll. Atemberaubende Flugerlebnisse sind zudem auch ab Verbier möglich, das im Winter als Weltklasse-Skigebiet und im Sommer mit spektakulären Flügen vom 2.200 m hohen Gipfel der Ruinettes über das Tal beeindruckt. Dazu warten auch in Brig von einem Gleitschirm aus grandiose Ausblicke auf den Aletschgletscher, den größten Gletscher der Alpen. Das Gebiet zählt damit zu den beliebtesten Paragliding-Spots für erfahrene Piloten in der Schweiz.

→ Alpen-Auszeit planen und die besten Schweiz-Angebote bei HolidayTrex finden

Paragliding in Deutschland

Die bekannteste Paragliding-Region in Deutschland ist das Allgäu. Zentrum ist dabei Oberstdorf mit dem Nebelhorn (2.224 m), wo sich beim Start in der Nähe der Bergstation bei klarem Wetter spektakuläre Ausblicke auf rund 400 Alpengipfel eröffnen. Spektakulär ist hier zudem die Tatsache, dass Gleitschirmflieger hier vom Start bis zur Landung im Tal einen Höhenunterschied von knapp 1.300 m überwinden, was lange, elegante Gleitflüge möglich macht. Insgesamt ist die Thermik am Nebelhorn so zuverlässig, dass sowohl Einsteiger als auch erfahrene Piloten dort optimale Flugbedingungen in alpiner Landschaft erleben können.

Die bayerischen Alpen gehören zu einer der beliebtesten Paragliding-Regionen in Deutschland.

Ebenfalls in Bayern, ist auch das Berchtesgadener Land mit dem Jenner (1.874 m) ein zentraler Anlaufpunkt für Paraglider. Landschaftliche Highlights sind dabei Flüge über den fjordähnlichen Königssee sowie Kurven vor der imposanten Watzmann-Ostwand. Die nahegelegenen Berge Predigtstuhl (1.613 m) und Zwiesel (1.782 m) sind auch weitere exzellente Startplätze, wenn es auf Thermik- oder Streckenflüge gehen soll. Damit finden Piloten hier ideale Bedingungen, um ihre Gleitschirmtechnik zu verbessern und gleichzeitig die atemberaubende Natur der nördlichen Kalkalpen genießen zu können.

→ Jetzt die besten Deutschland-Angebote bei HolidayTrex finden

Paragliding in Italien

Gleitschirmfliegen geht auch in Italien und dabei besonders in den Dolomiten, die mit ihren markanten Bergkulissen die Topadresse für Paragliding in Südtirol sind. Los geht es dabei meistens auf der Seiser Alm, Europas größter Hochalm auf bis zu 2.300 m Höhe. Hier finden nämlich Einsteiger und erfahrene Piloten zugleich ideale Bedingungen, um aus der Luft die beeindruckende Bergwelt zu bewundern. Ausgangspunkte, etwa für Tandemflüge, sind dann Orte wie Kastelruth oder St. Ulrich in Gröden, mit dem Schlern und den umliegenden Dolomitengipfeln im Hintergrund. Ansonsten ist auch der Kronplatz (2.275 m) bei Bruneck ein exzellenter Startplatz für Flüge in alle Himmelsrichtungen, inklusive eines 360-Grad-Panoramas.

→ Jetzt unvergessliche Sommermomente in Italien mit SnowTrex sichern

Paragliding-Angebote und Kurse

Tandemflüge für Einsteiger

Der Tandemflug „Alpen“ ist die unkomplizierteste Möglichkeit, das Gefühl des freien Fliegens hautnah zu erleben. Dabei übernimmt ein lizenzierter Pilot die komplette technische Verantwortung, sodass keine Vorkenntnisse erforderlich sind. Nach einer kurzen Einweisung am Startplatz und dem Anlegen der Ausrüstung, heißt es dann nach nur wenigen weiteren Schritten: abheben. Dazu werden von den meisten Flugschulen auch noch „Klassik“-Gleitflüge oder „Thermik“-Varianten angeboten, bei denen die Aufwindkraft genutzt wird, um größere Höhen zu erreichen.

Paragliding-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene

Flugschulen in den Alpen bieten natürlich auch Paragliding-Kurse für alle an, die selbst einmal in der Luft an die Steuerleinen möchten. Dabei erfolgt der Einstieg normalerweise mit einem zweitägigen Schnupperkurs, bei dem die Schirmbeherrschung erst an einem Übungshang trainiert wird. Danach folgt dann der Grundkurs für die ersten Höhenflüge. Am Ende umfasst die vollständige Ausbildung zur A-Lizenz zudem theoretische Inhalte zu Themen wie Meteorologie, Luftrecht und Technik sowie mindestens 40 Höhenflüge unter Aufsicht. Fortgeschrittene Piloten können ihre Gleitschirmfähigkeiten bei SIV-Sicherheitstrainings (Simulationen in der Luft oder „Simulation d’Incidents en Vol“) oder Streckenflug-Seminaren weiter vertiefen und so ihre Technik, Reaktionsfähigkeit und Flugerfahrung schulen.

Anbieter und Flugschulen in den Alpen

In den Alpen gibt es zahlreiche renommierte Anbieter von Paragliding-Kursen. In Österreich zählen die „Zillertaler Flugschule“ und „Parafly“ im Stubaital dazu, während im Allgäu die „Paragliding Academy“ beliebt ist und in der Schweiz „FlyZermatt“ oder „Paragliding Interlaken“ etabliert sind. Eine professionelle Begleitung für Einsteiger und erfahrene Piloten stellen in Südtirol dann Vereine wie „Fly2 Meran“ oder „Tandem-Fly Kronplatz“ zur Verfügung, was es für Schüler am Ende möglich macht, ihrerseits sichere und unvergessliche Flugerlebnisse zu erleben.

Ausbildung und rechtliche Voraussetzungen

Voraussetzungen für das Paragliding in den Alpen

Die körperlichen Anforderungen für einen Tandemflug sind moderat, da hier zum Start nur etwa 10 m gelaufen werden müssen. Trotzdem sollten schwerwiegende gesundheitliche Probleme wie Herzkrankheiten oder extreme Höhenangst vorher natürlich besprochen werden. Und wenn Kinder mitfliegen wollen, können sie dies in der Regel etwa ab 6 Jahren machen, wobei allerdings eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich ist. Das Mindestalter für die Ausbildung zu einem Gleitschirmpiloten liegt in Deutschland und Österreich bei 14 Jahren für den Beginn und bei 16 Jahren für den Erwerb der Lizenz.

Lizenzen und Scheine

In Deutschland und Österreich ist für rechtssicheres Fliegen die A-Lizenz (beschränkter Luftfahrerschein) erforderlich, die Flüge nahe des Startgeländes erlaubt. Für größere Distanzen ist dagegen die B-Lizenz (unbeschränkter Luftfahrerschein) nötig, die nach weiteren Flügen und einer Theorieprüfung in Navigation erworben werden kann. Wer zudem noch im Ausland Paragliding machen will, benötigt eine sogenannte IPPI-Card der FAI (Level 4 oder 5) als internationale Bestätigung der nationalen Lizenz, um hier rechtlich und versicherungstechnisch abgesichert zu sein.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Luftraumregeln unterscheiden sich international, wenn etwa in Deutschland und Österreich Gleitschirme als Luftfahrzeuge eingestuft werden, die sich dann den Luftraum mit Segel- und Motorflugzeugen teilen. In Italien ist für Paraglider dagegen nur der unkontrollierte Luftraum G (bis in 762 m Höhe) erlaubt, bevor für Streckenflüge eine Karte der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) nötig ist. Anders ist es noch in der Schweiz, wo für Gastpiloten eine „International Pilot Proficiency Information Card“ der Level 4 oder 5 zusammen mit der nationalen Lizenz erforderlich ist, sofern sie keinen Wohnsitz in der Eidgenossenschaft selbst haben.

Versicherung und Haftung

In allen Alpenländern ist für Gleitschirmflieger eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben, allerdings gelten in Italien besondere Mindestdeckungssummen, die ausländische Piloten vorher prüfen sollten, um Bußgelder zu vermeiden. Deswegen nutzen viele Piloten auch die Angebote von Verbänden wie dem DHV (Deutscher Hängegleiterverband) oder dem SHV (Schweizerischer Hängegleiterverband), also spezielle Versicherungspakete für Luftsportgeräteführer, die rechtlichen Schutz sowie Absicherung im Flugalltag gewährleisten.

Flugarten beim Paragliding

Tandemflug vs. Solo-Flug

In den Alpen, wie hier am Comer See in Italien, gibt es viele Regionen, die sich ideal für Paragliding-Anfänger und ihre ersten Tandemflüge eignen.

Während beim Tandemflug der Fokus auf dem Genießen des Gleitschirmfluges liegt, während ein erfahrener Pilot seinen Co-Piloten durch die Luft fliegt, zeichnet sich ein Soloflug durch eine volle Autonomie aus. Schließlich trägt ein Solopilot die alleinige Verantwortung für alle Entscheidungen in der Luft, wie Höhe, Kurs oder Manöver, was allerdings ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Fachwissen erfordert.

Thermikflug

Beim Thermikflug nutzen Piloten aufsteigende Luftmassen, um schneller höher fliegen zu können. Dabei liegt der Blick auch immer wieder auf dem Variometer am Handgelenk, auf dem abzulesen ist, wie stark der Gleitschirm gerade steigt. Bei einem Thermikflug schrauben sich die Piloten in Kreisen weiter in die Höhe, sodass etwa die Gipfel unter den Füßen immer kleiner werden.

Soaring

Soaring findet meist an Berghängen statt, die vom Wind frontal angeströmt werden. Dabei wird die Luft an der Steigung nach oben gezwungen, was stundenlanges Hin- und Herfliegen auf konstanter Höhe ermöglicht. Dieser sehr entspannende Flugstil wird durch die natürlichen Gegebenheiten oft an der Nordkette bei Innsbruck oder am Achensee möglich.

Streckenflug

Der Streckenflug ist die Langstrecke des Paraglidings in den Alpen. Dabei werden mehrere Thermikquellen genutzt, um Täler zu queren und Distanzen von 20 bis über 100 km zurückzulegen. Dies ist das ultimative Ziel für viele Gleitschirmflieger, die dabei aber die entsprechende Erfahrung sowie die nötigen Lizenzen mitbringen müssen.

Akro-Paragliding

Beim Akrobatikfliegen werden dynamische Manöver wie Loopings, Helikopter und Steilspiralen ausgeführt. Diese Disziplin erfordert eine extreme Beherrschung des Gleitschirms und wird oft über Wasser, wie über dem Gardasee, trainiert, um im Notfall eine sichere Landung im See zu ermöglichen.

Geeignete Flugarten für Einsteiger und Fortgeschrittene

Anfänger konzentrieren sich in der Regel zunächst auf ruhige Gleitflüge in der stabilen Morgenluft, meist im Tandem. Mit zunehmender Erfahrung können sie sich dann aber auch an die Thermikflüge heranwagen. Fortgeschrittene Piloten suchen ihre Herausforderung dagegen eher im Streckenflug, während das Akro-Fliegen wirklich nur der Elite vorbehalten bleibt.

Paragliding-Urlaub planen

Beste Reisezeit und Wetterbedingungen

Grundsätzlich können Aktivurlauber in den Alpen das ganze Jahr über Paragliding machen. Wobei die Saison wetterbedingt natürlich je nach Jahreszeit unterschiedliche „Höhepunkte“ hat. Am Ende gilt aber, dass im Sommer (Mai bis September) durch starke Thermik im Hochgebirge weite Flüge möglich sind und in einem Herbsturlaub stabile Hochdrucklagen eher ruhige Luft für Genussflieger wartet. Im Winter wiederum herrscht bei Kaiserwetter wegen der klaren Luft die beste, weil weiteste Sicht. Die wichtigste Regel ist aber immer, dass das tägliche Wetter beobachtet wird, da Windkarten, Föhnprognosen und Gewitterwahrscheinlichkeiten sich ständig ändern können.

Unterkunftsmöglichkeiten für Paragliding-Fans

In den Alpen gibt es viele Unterkünfte, die auf Outdoor-Fans ausgerichtet sind. Bei HolidayTrex finden Aktivurlauber daher auch immer Hotels und Appartements in der Nähe der Flugreviere. Bestes Beispiel ist dabei das Zillertal, wo die Auswahl von Pensionen bis zu Luxushotels reicht, die oft nur wenige Minuten von den Talstationen der Bergbahnen, die oft auch in Angeboten inklusive sind, entfernt liegen. Und genau das ist ideal für Paragliding und andere Freizeitaktivitäten bei einem Sommerurlaub in den Bergen.

Kombinierte Angebote: Paragliding und Outdoor-Aktivitäten

Paragliding lässt sich ideal in einen Aktivurlaub in den Alpen integrieren. Beliebt sind dabei Kombinationen mit Wandern (Hike & Fly), Klettern oder Mountainbiken. Beliebte Ausflugsziele im Zillertal sind Attraktionen wie der „Arena Coaster“ und der Freizeitpark Zell, wo zusätzliche Action abseits der Startplätze wartet, sodass Abwechslung und Abenteuer garantiert sind.

Sicherheit, Ausrüstung und Paragliding-Tipps

Sicherheitsregeln beim Paragliding

Die wichtigste Regel ist der Vorstartcheck. Dabei werden die fünf Punkte Helm, Gurtzeug, Leinen, Schirm und Wind systematisch geprüft. Zudem sollten Piloten ihre persönlichen Grenzen oder die ihres Materials bei schwierigen Wetterlagen niemals austesten. So heißt es am Ende, dass ein defensiver Flugstil für lang anhaltende Freude am Sport sorgt.

Ausrüstung und Checkliste

Zu einer Paragliding-Ausrüstung gehören:

  • Gleitschirme der Kategorien EN-A (für Anfänger) bis EN-C/D (für Profis)
  • Gurtzeug mit integriertem Protektor
  • Rettungsfallschirm, der regelmäßig neu gepackt wird
  • Helm nach Luftsportnorm geprüft
  • Variometer und GPS zur Fluganalyse
  • Funkgerät für die Kommunikation in Flugschulen

Tipps für den ersten Flug

Ein Tandemflug ist der beste Einstieg für Anfänger, wenn es um Paragliding geht. Damit die Co-Piloten den Flug genießen können, ist es meist der Pilot, der die Kontrolle über den Gleitschirm hat und die Erinnerungsfotos macht.

Für den ersten Tandemflug empfiehlt es sich, vorab leichte Kost zu sich zu nehmen und ausreichend Wasser zu trinken. Zudem schützt eine Sonnenbrille nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor dem Fahrtwind. Und um sich voll auf das Gefühl des Fliegens konzentrieren zu können, sollten Aktivurlauber in der Luft die Kamera an den Piloten geben, der wegen seiner Erfahrung an den Steuerseilen auch immer die besten Fotosituationen kennt, oder einen Fotoservice buchen.

Paragliding: Kosten und Buchung

Preise für Tandemflüge und Kurse

Ein klassischer Tandemflug über die Alpen, der etwa 15 bis 25 Minuten dauert, kostet in der Regel zwischen 120 und 160 Euro. Exklusive Angebote wie der „Elite-Flug“ in Zermatt können dagegen bis zu 420 CHF kosten. Ein Schnupperkurs (zwei Tage) kostet in den meisten Fluschulen meist zwischen 190 und 310 Euro, während ein kompletter Kombikurs (acht Tage) zur Erlangung der ersten Fluglizenz zwischen 890 und 1.190 Euro kosten kann.

Tipps zur Buchung und Frühbucherrabatte

Insbesondere in der Ferienzeit ist es ratsam, Paragliding-Kurse in den Alpen oder Tandemflüge frühzeitig zu reservieren. Dazu haben viele Anbieter Frühbucherrabatte für Kurstermine in der nächsten Saison im Programm. Dabei gilt es während der Buchung darauf zu achten, ob die Kosten für Lift und Versicherung im Preis enthalten sind oder separat anfallen.

FAQ zum Paragliding in den Alpen

Was ist Paragliding?

Beim Paragliding, auch Gleitschirmfliegen genannt, handelt es sich um eine Form des motorlosen Luftsports. Dabei starten Pilotinnen und Piloten mit einem speziellen Gleitschirm von einem Berg oder Hang aus und nutzen die natürlichen Aufwinde der Atmosphäre. Der Schirm besteht aus leichtem, reißfestem Material und bildet nach dem Aufziehen durch den Fahrtwind ein tragfähiges Flügelprofil. Zum Fliegen nutzen sie allein die Schwerkraft, den Wind und die Thermik. Besonders in den Alpen ermöglichen große Höhenunterschiede Gleitflüge von über 1.000 Höhenmetern, reine Gleitflüge können dabei etwa 15 bis 25 Minuten dauern. Werden zusätzlich thermische Aufwinde genutzt, sind auch deutlich längere Flüge bis zu mehreren Stunden möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Paragliding und Gleitschirmfliegen?

Zwischen Paragliding und Gleitschirmfliegen besteht kein Unterschied. Es handelt sich um denselben Sport, lediglich die Bezeichnung ist unterschiedlich. Während „Paragliding“ der international gebräuchliche Begriff ist, wird im deutschsprachigen Raum überwiegend „Gleitschirmfliegen“ verwendet.

Worin unterscheidet sich Paragliding von Fallschirmspringen oder Drachenfliegen?

Paragliding unterscheidet sich deutlich von Fallschirmspringen und Drachenfliegen. Beim Fallschirmspringen wird aus einem Flugzeug gesprungen, gefolgt von einem freien Fall, bevor sich der Fallschirm öffnet und die Landung eingeleitet wird. Der Fokus liegt hierbei stark auf dem Adrenalinerlebnis des freien Falls. Beim Paragliding startet man hingegen vom Berg, hebt nach wenigen Laufschritten ab und gleitet ohne vorherigen freien Fall durch die Luft. Das Ziel besteht darin, Aufwinde möglichst lange auszunutzen, statt schnell zu sinken. Beim Drachenfliegen gibt es wiederum ein starres Flügelprofil mit Metallrahmen. Die Pilotin bzw. der Pilot liegt dabei bäuchlings im Gurtzeug und erreicht höhere Geschwindigkeiten als mit einem Gleitschirm. Paragliding gilt im Vergleich als flexibler, leichter transportierbar und zugänglicher für Einsteiger.

Für wen ist Paragliding geeignet?

Paragliding ist sowohl für abenteuerlustige Menschen ohne Vorerfahrung als auch für ambitionierte Sportler geeignet. Für einen Tandemflug sind keine Vorkenntnisse erforderlich, da ein lizenzierter Pilot die komplette technische Verantwortung übernimmt. Die körperlichen Anforderungen sind moderat, da lediglich einige Meter Anlauf beim Start nötig sind. In der Regel können Kinder ab etwa sechs Jahren in Begleitung eines Tandempiloten fliegen, sofern eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorliegt. In Deutschland und Österreich gilt für die Ausbildung ein Mindestalter von 14 Jahren für den Beginn und 16 Jahren für den Erwerb der Lizenz. Personen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder starker Höhenangst sollten vorab ärztlichen Rat einholen.

Wie läuft eine Paragliding-Ausbildung ab und ab welchem Alter kann man starten?

Die Ausbildung erfolgt in mehreren Stufen und ist in Deutschland unter anderem durch den Deutschen Hängegleiterverband geregelt. Meist beginnt sie mit einem zweitägigen Schnupperkurs, bei dem das Handling des Schirms am Übungshang trainiert wird. Darauf folgt der Grundkurs mit ersten betreuten Höhenflügen. Für die A-Lizenz, den beschränkten Luftfahrerschein, sind mindestens 40 Höhenflüge sowie theoretische Inhalte wie Meteorologie, Luftrecht und Technik vorgeschrieben. Nach bestandener praktischer und theoretischer Prüfung darf in der Nähe des Startgeländes eigenständig geflogen werden. Wer Streckenflüge durchführen möchte, benötigt zusätzlich die B-Lizenz. Für Flüge im Ausland ist zudem häufig eine IPPI-Card der Fédération Aéronautique Internationale als internationale Bestätigung erforderlich.

Welche Ausrüstung benötigt man für Paragliding und worauf muss man beim Kauf achten?

Zur Grundausstattung gehören ein zugelassener Gleitschirm, ein Gurtzeug mit integriertem Protektor, ein Rettungsfallschirm, ein geprüfter Helm, ein Variometer zur Anzeige von Steig- und Sinkwerten und in der Regel ein GPS-Gerät. In der Ausbildung wird außerdem ein Funkgerät verwendet. Gleitschirme sind in Sicherheitsklassen von EN-A bis EN-D eingeteilt. EN-A-Modelle sind besonders für Anfänger geeignet. Beim Kauf sollte unbedingt auf die passende Sicherheitsklasse, ein gültiges Prüfprotokoll und den technischen Zustand des Materials geachtet werden. Gebrauchte Schirme sollten nur mit aktuellem Checkbericht erworben werden. Zudem ist in allen Alpenländern eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben.

Welche Flugtechniken gibt es und was bedeuten sie?

Beim Soaren wird Hangaufwind genutzt. Wenn Wind frontal auf einen Berghang trifft, wird die Luft nach oben gedrückt. Dadurch können Pilotinnen und Piloten entlang des Hanges auf nahezu gleichbleibender Höhe fliegen. Beim Thermikflug hingegen werden aufsteigende Warmluftblasen genutzt, die durch unterschiedlich erwärmte Flächen entstehen. In kreisenden Bewegungen gewinnt der Gleitschirm dabei kontinuierlich an Höhe. Das Streckenfliegen gilt als die anspruchsvollste Disziplin. Dabei werden mehrere Thermikquellen miteinander verbunden, um Distanzen von 20 bis über 100 Kilometern zurückzulegen. Ansonsten gibt es das Akro-Paragliding, bei dem dynamische Flugmanöver wie Spiralen oder Loopings geflogen werden. Dies erfordert jedoch ein sehr hohes Maß an Erfahrung.

Welche sind die beliebtesten Orte zum Paragliden?

Zu den beliebtesten Regionen in den Alpen zählt in Österreich insbesondere das Zillertal, wo sich Startplätze am Penken oder am Hintertuxer Gletscher befinden. In der Schweiz gilt Interlaken als Zentrum für Tandemflüge, in Zermatt sind Starts mit Blick auf das Matterhorn möglich, während in Deutschland das Nebelhorn bei Oberstdorf im Allgäu ein bedeutender Hotspot ist, da der Höhenunterschied zwischen Start und Landung enorm ist. In Italien bieten die Dolomiten rund um die Seiser Alm und den Kronplatz ideale Bedingungen für Panorama- und Thermikflüge. Die Kombination aus hochalpiner Landschaft, verlässlicher Thermik und guter Infrastruktur macht all diese Regionen besonders attraktiv.

Wie viel kostet ein Tandem-Flug?

Die Kosten für einen Tandemflug hängen von der Region, der Flugart und der Dauer ab. Ein klassischer Gleitflug von etwa 15 bis 25 Minuten kostet in den Alpen in der Regel zwischen 120 und 160 Euro. Thermik- oder Panoramaflüge mit längerer Flugzeit liegen häufig zwischen 150 und 220 Euro. Exklusive Angebote in hochalpinen Regionen der Schweiz können deutlich teurer sein und Preise von mehreren Hundert Schweizer Franken erreichen. In der Hauptsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, da Termine schnell ausgebucht und Liftkosten sowie Versicherungen nicht immer im Preis enthalten sind.

Paragliding Alpen: Die schönsten Fluggebiete und Tipps für Gleitschirmflieger

Das Zauberwort heißt Paragliding. Zumindest für Aktivurlauber, die ihren Traum vom ...

Schönste Wandergebiete Schweiz: Die Top-Ziele für Wanderfreunde

Wandern in der Schweiz gehört hier im Sommer zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten ...

StickyNewsletter